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Mittwoch, 29. April 2026 Mediadaten
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Brakel (red). „Menschen mit Behinderung werden auf dem Arbeitsmarkt unterschätzt. In der Personengruppe steckt viel ungenutztes Potenzial, allem voran mit Blick auf den Fachkräftebedarf“, brachte Dietmar Mantel, Geschäftsführer des Kolping-Berufsbildungswerkes Brakel (KBBW), bereits in seiner Begrüßungsrede zum Unternehmerfrühstück die Kernbotschaft auf den Punkt. Unternehmervertreter*innen aus dem Kreis Höxter waren zum Thema „Inklusion im Arbeitsleben – Chancen erkennen“ eingeladen zu einem zweistündigen Austausch mit inspirierenden Impulsen, neuen Perspektiven und anregenden Gesprächen. Rund 100 Gäste waren der gemeinsamen Einladung des Weiterbildungsverbundes fundus e.V., des KBBW und der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter (GfW) in die Sporthalle des KBBW gefolgt. 
„Inklusion ist ein Gewinn für beide Seiten – für Menschen mit Behinderungen und für Arbeitgeber“, betonte Hausherr Dietmar Mantel. „Inklusion ist ein wirtschaftlicher Erfolgsfaktor“, bekräftigte auch GfW-Geschäftsführer Michael Stolte. Unternehmen würden auf mehreren Ebenen profitieren: „Sie gewinnen engagierte Fachkräfte, stärken Zusammenhalt im Team und reduzieren Fluktuation.“ Denn Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen oder Behinderungen würden häufig genau das mitbringen, was Unternehmen dringend bauchen würden: „hohe Motivation, wertvolle Fachkenntnisse und ausgeprägte soziale Kompetenzen“, führte Stolte aus. 

„Blitzlicht“ der Vorteile 

Welche Potenziale sich bei der Beschäftigung von Menschen mit einer Beeinträchtigung ergeben, welche Erfahrungen damit gemacht wurden, wie Inklusion im Unternehmen konkret aussehen kann, welche Unterstützungsmöglichkeiten es gibt, wie mögliche Hürden im Arbeitsalltag bewältigt werden können – darauf bot das Unternehmerfrühstück fachkundige Einblicke und Anregungen. In einem „Blitzlicht“ machte Dietmar Mantel deutlich, welche Chancen sich ergeben, wenn Unternehmen ihre Arbeitsstrukturen zugunsten der oft ungenutzten Talentgruppe gestalten: von stärkerer Problemlösungskompetenz über höhere Motivation und Loyalität bis hin zu Imagegewinn, Innovationspotenzial und Zugang zu Fachkräften in Zeiten von Personalmangel. 

Praktika, Schulungen und Lotsen durch den Unterstützungsdschungel 

Eine Perspektivenvielfalt erwartete die Zuhörerschaft auf der Podiumsbühne: Vertreter*innen aus Unternehmen, Arbeitsagentur und Beratung beleuchteten Chancen und Hürden bei der Beschäftigung von Menschen mit Beeinträchtigung. Rund 800 Menschen mit Einschränkungen sind es derzeit im Kreis Höxter, die dem ersten Arbeitsmarkt zur Verfügung stünden, brachte Patrick Beiersdorfer (Leiter Rehateam, Agentur für Arbeit Detmold-Paderborn) konkrete Zahlen mit in die Runde. Ihre Vermittlung scheitere häufig an dem falschen Bild der Unternehmen, keine passende Tätigkeit zu haben. Dabei sei die Bandbreite der Einschränkungen bedeutend größer als gemeinhin angenommen. „Wir reden nicht nur von Schwerbehinderten“, schärfte Beiersdorfer den Blick für eine Differenzierung. 

Als gute Möglichkeit, den Einstieg im Unternehmen zu unterstützen, führte Claudia Rosenheinrich (CPO, Gräfliche Kliniken GmbH & CO- KG, Bad Driburg) Praktika ins Feld. Die Erfahrungen im inklusiven Arbeitsalltag in den Gräflichen Kliniken seien sehr positiv und die Einschränkungen der Mitarbeitenden oft nicht spürbar. Im St. Antonius Seniorenhaus Brakel werden die Führungskräfte zudem durch regelmäßige Schulungen unterstützt, Inklusionsprozesse erfolgreich umzusetzen, wie Einrichtungsleiter Stefan Kruse berichtete. Als trägerunabhängiger Lotse durch den Dschungel der Unterstützungsmöglichkeiten stellte Fachberater Jürgen Altemöller die Einheitliche Ansprechstelle für Arbeitgeber (EAA) bei der HWK Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld vor. 

Zu den Anregungen aus der Runde zählten unter anderen Förderungsmöglichkeiten für die behindertengerechte Arbeitsplatzausstattung, Probeschäftigung, Praktika über die Arbeitsagenturen und Kfz-Hilfen. „In der Podiumsdiskussion ist deutlich geworden, welche große Palette es an Unterstützungsmöglichkeiten für Unternehmen gibt und wie wichtig es ist, sich frühzeitig beraten zu lassen“, fasste Moderatorin Regina Schafmeister (Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Inklusionsfirmen NRW und Hauptgeschäftsführerin des Kolping-Bildungswerkes Paderborn) zusammen.  
Vertiefungsmöglichkeiten bot der „Markt der Möglichkeiten“. Hier kamen die Gäste mit den Ansprechpartner*innen der regionalen Beratungsstellen rund um Hilfsangebote und Fördermöglichkeiten in Kontakt. 

Mut zum Perspektivwechsel 

Das Unternehmerfrühstück zeigte: „Viele vermeintliche Hürden sind in der Realität deutlich kleiner als gedacht – und die positiven Effekte dafür umso größer“, wie Michael Stolte bereits in seiner Begrüßungsrede zu einem Perspektivwechsel ermutigt hatte. „Das Unternehmerfrühstück steht exemplarisch für das, was unsere Wirtschaft im Kreis Höxter stark macht: unkomplizierter Austausch, offenes Miteinander und ein lebendiges Netzwerk, das durch Vertrauen und gegenseitige Unterstützung wächst“, sagte fundus-Vorsitzender Stefan Berens. 

Fotos: Jeanette Lahme

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