Top 5 Nachrichten der Woche
Region Aktiv
Mittwoch, 22. Mai 2019 07:18 Uhr
Blühendes Projekt für Jung und Alt: Jugendliche der Competenz Werkstatt Beruf in Blomberg gestalten Garten mit Senioren des Helene-Schweitzer-Zentrums in Steinheim
Mittwoch, 22. Mai 2019 06:06 Uhr

Kreis Höxter (red). Der Strom aus der Steckdose ist für viele Menschen eine Selbstverständlichkeit. Trotzdem ist ein sparsamer Umgang damit etwa aus Gründen der Nachhaltigkeit sinnvoll. Aber wie viel Strom benötigen elektrische Geräte wie Fernseher oder Mikrowelle eigentlich? Was bringen Energiespar-Produkte? Und fließt wirklich kein Strom mehr, wenn die Geräte ausgeschaltet sind? Diesen und weiteren Fragen können Schülerinnen und Schüler jetzt mithilfe von Stromspar-Koffern des Kreises Höxter auf den Grund gehen. Sie wurden vom Stromversorger innogy SE zur Verfügung gestellt. Schulen können die Koffer bei der Kreisverwaltung ausleihen und in den Unterricht einbinden.

Sie enthalten unter anderem Energiemessgeräte, Thermo-/Hygrometer und Luxmeter. Die Schülerinnen und Schüler können mit diesen Geräten selbstständig die Stromverbräuche verschiedener elektrischer Geräte in ihrem täglichen Umfeld messen. Auch die anfallenden Stromkosten von elektronischen Geräten, Temperatur und Luftfeuchtigkeit sowie die Lichtstärke in Räumen lassen sich ermitteln und vergleichen. Neben den Koffern hatte Manfred Rickhoff vom Stromversorger innogy SE außerdem 15 Standby-Energy-Monitore im Gepäck, anhand derer der Stromverbrauch und die Stromkosten elektrischer Geräte auch im Standby Modus ermittelt werden können. „Mit den Materialien können Kinder und Jugendliche selbst aktiv werden und viel über Energieverbrauch lernen

. So können sie versteckte ‚Stromfresser‘ aufspüren und werden für die Themen Energieeffizienz und Stromeinsparung sensibilisiert“, freuen sich Martina Krog und Carolin Röttger, die in der Abteilung Umweltschutz und Abfallwirtschaft des Kreises Höxter die Themen Klimaschutz und Mobilität bearbeiten.

Bis Juni sind die Koffer noch verliehen. Danach können sie beim Kreis Höxter unter der Telefonnummer 05271-965 4219 oder per Mail an klimaschutz@kreis-hoexter.de angefragt und ausgeliehen werden.

Foto: Kreis Höxter

Dienstag, 21. Mai 2019 11:37 Uhr

Sandebeck (red). Nach dem erfolgreichen Kunstprojekt rund um den "Vulkan" in Sandebeck (im Sommer 2018), wurden nun Fördergelder für ein weiteres Projekt bewilligt! Was ist eine Erkundung und was könnte man denn eigentlich heutzutage noch erkunden? Das sind die zentralen Fragen und zugleich die Aufgabenstellung des neuen partizipatorischen Kunstprojektes in Sandebeck. Wie schon beim Vulkan Projekt 2018 geht die Initiative erneut vom Wasserschloss Reelkirchen aus und wird über das Kultursekretariat Gütersloh regional gefördert. Das Motto der Förderung wird zum Ansatz der Flensburger Künstlerin Christiane Limper. "Die Erkundung ist eine Art kleinräumige Entdeckung(...). In einem allgemeineren Sinn wird das Wort Erkundung auch für Forschung oder für das Sammeln und Aufbereiten von Daten und Wissen verwendet." (Quelle Wikipedia)

Es bleibt jedem Teilnehmer offen, was und wie er etwas erkunden möchte. Fotografisch, zeichnerisch, sammeln...Denkbar wäre etwas aus der Natur, ein relevantes Thema in oder für den Ort, das Landleben, kulinarisches, kreatives, zukünftiges oder historisches.… Sandebeck und seine Umgebung soll dafür der Ausgangspunkt sein und als Inspirationsquelle dienen. Die Künstlerin betont ausdrücklich, dass sie sich sehr freuen würde, wenn dieses Jahr das künstlerische Schaffen über die Ortsgrenzen hinausgeht. Zu einem großen "WIR im ländlichen Raum". Ganz besonders denkt sie dabei auch an Vinsebeck - das Element "Wasser", das in der Ortschaft Vinsebeck eine zentrale Rolle spielt, wäre ein tolles Gegenstück zum "Vulkan" in Sandebeck. 

Erwachsene jeden Alters und Jugendliche ab ca. 14 Jahre sind herzlich willkommen mitzumachen. Auch Teams sind möglich. Die Teilnahme an dem Projekt ist für alle Teilnehmer kostenlos. Ein erstes Infotreffen findet am 13. Juni um 19.30 Uhr im Dorfcafe Vinczling in Sandebeck statt. Am 18. Juni findet um 19.30 Uhr ein zweiter vorbereitender Termin zum Gedankenaustausch, ebenfalls im Dorfcafe Vinczling in Sandebeck statt. Der eigentliche Projektzeitraum ist vom 23.08. bis zum 08.09.2019 geplant. Dann werden die Erkundungen umgesetzt bzw. stattfinden und präsentiert. Innerhalb des Projektzeitraums in dem die Künstlerin vor Ort sein wird, können die Erkundungen trotzdem zeitlich sehr flexibel gestaltet werden. "Über eine geeignete Präsentation der Erkundungen werden wir gemeinsam entscheiden. Ich bin schon sehr gespannt welche Themen von Interesse sein werden. Welche Arten der Umsetzung gewählt werden", so Christiane Limper.

Foto: Limper

Dienstag, 21. Mai 2019 11:21 Uhr

Kreis Höxter (red). Der Kreis Höxter lädt alle Akteure und Interessierte aus den Bereichen Bildung und Integration aus den Stadtgebieten Beverungen und Höxter zu einem großen Austauschtreffen ein. Am Mittwoch, 12. Juni, sollen von 13.30 bis 17 Uhr im König-Wilhelm-Gymnasium Höxter in einer Teilregionalen Fachkonferenz Ideen erörtert werden, um die Bildungs- und Integrationsqualität vor Ort kontinuierlich zu verbessern. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen wie: Wie lassen sich Bildung und Integration noch passgenauer miteinander verbinden? Welche bedarfsgerechten Angebote werden benötigt? „Alle Bürgerinnen und Bürger aus Beverungen und Höxter, die sich ehrenamtlich oder beruflich mit diesen Fragen beschäftigen, sind herzlich eingeladen“, sagt Kreisdirektor Klaus Schumacher.

„In unserem großen Kreis Höxter ist es manchmal schwierig, alle Akteure aus den Bereichen Bildung und Integration an einen Tisch zu bekommen. Auch deshalb wurde auf unserer Bildungskonferenz der Wunsch formuliert, mit Teilregionalen Fachkonferenzen das Kreisgebiet aufzuteilen, um so den Aufwand bei der Anreise für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer möglichst gering zu halten“, erklärt Dominic Gehle, Leiter der Abteilung Bildung und Integration des Kreises Höxter.

Ziel der Konferenz soll sein, neue Netzwerke entstehen zu lassen und bestehende Verbindungen noch weiter zu verbessern. „Mit dem Ziel, die Bildungs- und Integrationsqualität vor Ort kontinuierlich zu verbessern, wollen wir gemeinsam klären, welche Maßnahmen für die jeweilige Kommune Priorität haben, welche Akteure im Einzelnen für die Umsetzung benötigt werden, welche Ressourcen bereits vorhanden sind und wo noch Unterstützungsbedarf besteht“, so Gehle. „Mit der teilregionalen Fachkonferenz wollen wir alle interessierten Bürgerinnen und Bürger vor Ort erreichen, die die Bildung und die Integration in ihrer Stadt mitgestalten möchten“, ergänzt Kreisdirektor Schumacher. Anmeldungen sind online bis Mittwoch, 5. Juni, möglich unter: www.kreis-hoexter.de/3678

Foto: Kreis Höxter

Freitag, 17. Mai 2019 10:12 Uhr

Kollerbeck (red).  Der praktische Umgang mit Menschen, welche an Demenz erkrankt sind, stand im Mittelpunkt eines Kursangebotes der Pflegeorganisation "Jung & Alt – Ambulante Soziale Hilfen e. V." mit Sitz in Kollerbeck. "Wie bekomme ich einen Zugang zum Demenzkranken, wie kann ich mit seiner Erkrankung angemessen umgehen?" Diese Fragen und andere Themen waren Schwerpunkte eines Kurses über insgesamt 5 Abende. Jung & Alt e. V. führt seit vielen Jahren in Zusammenarbeit mit der IKK classic regelmäßig solche Schulungsangebote für Angehörige von Menschen mit Demenz durch.

"Der gegenseitige Erfahrungsaustausch der Kursteilnehmer ist das verbindende Element zwischen den diversen Themenschwerpunkten der Schulung", betonte Kursleiter Frank Möhle von Jung & Alt e. V. Die seit Jahren hohe Teilnehmerzahl zeigt den Bedarf nach solchen Schulungsangeboten zum Thema "Demenz".

Folgende Inhalte wurden an den 5 Abenden behandelt: Demenzformen (Einteilungen und Verläufe), Umgang, Verhalten und Kommunikation bei Demenz und Bewältigungsstrategien für pflegende Angehörige, Entlastungsmöglichkeiten sowie Selbstpflege für Angehörige und Betroffene, Vorsorgeverfügungen und haftungsrechtliche Aspekte. Dieses Kursangebot wird auch zukünftig von Jung & Alt – Ambulante Soziale Hilfen e. V. in Kooperation mit der IKK classic durchgeführt. Das betonte Ulrike Schafer, Pflegeberaterin bei der IKK classic, welche den Kurs als Dozentin begleitet. Für die Teilnehmer ist das Schulungsangebot kostenfrei.

Der nächste Kurs findet im September in der Geschäftsstelle von Jung & Alt in Kollerbeck statt. Erster Termin ist Mittwoch, der 18. September 2019, Beginn um 19:00 Uhr. Bei Interesse oder Fragen wenden Sie sich direkt an Jung & Alt, Telefon 05284/943330, Ansprechpartner ist Frank Möhle, oder an die IKK classic, Telefon 0160-97223673 (Frau Schafer).

Foto: Jung & Alt e. V.

Blaulicht
Mittwoch, 22. Mai 2019 10:47 Uhr
Großeinsatz am 1. Juni in Höxter: 700 Einsatzkräfte werden den Notfall üben
Dienstag, 21. Mai 2019 10:32 Uhr

Lügde (red). Im sogenannten „Lügder Missbrauchsfall“ hat die Staatsanwaltschaft Detmold nun die Anklagen gegen den 56 Jahre alten Angeschuldigten sowie den 46 Jahre alten Angeklagten formuliert. Aus der 64-seitigen Anklageschrift geht hervor, dass die Staatsanwaltschaft Detmold dem 56 Jahre alten Angeschuldigten aus Lügde in insgesamt 293 Fällen insbesondere sexuellen Missbrauch von Schutzbefohlen, schweren sexuellen Missbrauch von Kindern sowie den Besitz von kinderpornographischen Schriften vorwirft.

Die Taten sollen im Sommer 1998 und seit Anfang des Jahres 2008 bis Dezember 2018 auf dem Campingplatz „Eichwald“ in Lügde-Elbrinxen begangen worden sein. Die Anklageschrift führt 22 Geschädigte auf, die im Zeitpunkt der Taten sämtlich minderjährig gewesen sein sollen. Außerdem soll der Angeschuldigte im Dezember 2018 im Besitz von 879 Bild- und Videodateien mit kinderpornographischem Inhalt gewesen sein. 

In 226 der 293 angeklagten Fälle soll der Angeschuldigte an zehn verschiedenen Kindern den Beischlaf vollzogen haben oder ähnliche sexuelle Handlungen an diesen vorgenommen haben, die mit einem Eindringen in den Körper verbunden gewesen sein sollen. In einem Fall soll der Angeschuldigte zwei Kinder veranlasst haben, sexuelle Handlungen aneinander vorzunehmen.

Aus der Anklageschrift geht zudem hervor, dass die Staatsanwaltschaft Detmold dem 49 Jahre alten Angeschuldigten aus Stade in zwei Fällen Anstiftung zum schweren sexuellen Missbrauch von Kindern, in einem Fall Beihilfe zum sexuellen Missbrauch von Kindern, in einem Fall die Vornahme sexueller Handlungen vor einem Kind sowie den Besitz kinder- und jugendpornographischer Schriften vorwirft.

In der Zeit von Herbst 2010 bis zum Frühjahr 2011 soll der Angeschuldigte in mindestens vier Fällen an Webcam-Übertragungen des 56-jährigen Angeschuldigten teilgenommen haben. In zwei Fällen soll der Stader den 56 Jahre alten Angeschuldigten vorher zu sexuellen Handlungen an Kindern und deren Übertragung per Webcam ausdrücklich aufgefordert haben. In einem Fall soll er die sexuellen Handlungen des Angeschuldigten an einem Kind über die Webcam beobachtet und kommentiert haben. 

In einem weiteren Fall soll der Mann aus Stade während eines Livechats vor den Augen der anwesenden Kinder onaniert haben. Darüber hinaus sollen bei dem Angeschuldigten im Januar 2019 42.719 Bild- und Videodateien mit kinder- und jugendpornographischem Inhalt aufgefunden worden sein.

Samstag, 18. Mai 2019 09:15 Uhr

Steinheim (red). Am Freitag, 17. Mai, gegen 18.02 Uhr ereignete sich auf der Kreuzung Beller Straße/L823 in Steinheim ein Verkehrsunfall mit zwei leicht verletzten Personen. Ein 54-Jähriger befuhr mit seinem Fiat die K 75 aus Belle kommend und beabsichtigte die L823 zu überqueren. Dabei übersah er eine 21-jährige Fahrzeugführerin mit ihrem Mazda, welche die L823 aus Richtung Horn-Bad Meinberg kommend in Richtung der B 239 befuhr. Es kam im Kreuzungsbereich zur Kollision beider Fahrzeuge, wodurch ein Sachschaden in Höhe von etwa 8.650 Euro an den stark beschädigten Fahrzeugen entstand. Die beiden Fahrzeugführer verletzten sich leicht und wurden vor Ort ärztlich behandelt bzw. nach ambulanter Behandlung im Krankenhaus Bad Driburg aus diesem entlassen.

Freitag, 17. Mai 2019 09:50 Uhr

Brakel (red). Am Donnerstag wurden nach Hinweisen aus der Bevölkerung weitere Suchmaßnahmen nach der vermissten Frau (73) aus Brakel-Siddessen durchgeführt. Rund 90 Einsatzkräfte der Polizei Höxter, der Bereitschaftspolizei Gelsenkirchen, der Freiwilligen Feuerwehren aus Gehrden, Siddessen, Frohnhausen und Hampenhausen sowie der Johanniter-Unfall-Hilfe haben zwischen den Ortschaften Rheder und Hampenhausen, unter schwierigen Gelände- und Witterungsbedingungen, ein Waldgebiet und angrenzende Felder nach der Frau abgesucht. Die gestrigen Suchmaßnahmen begannen gegen 14 Uhr und wurden, nachdem alle in Frage kommenden Bereiche abgesucht wurden, gegen 20 Uhr beendet. B

ei der Suche wurden die Einsatzkräfte durch einen Polizeihubschrauber und zwei Flächensuchhunde der Johanniter-Unfall-Hilfe unterstützt. Da die Frau bislang nicht gefunden werden konnte, bittet die Polizei in Höxter, Tel. 05271 - 9620, um weitere Hinweise, die zur Auffindung der Vermissten beitragen können. Nach bisherigen Erkenntnissen trug die Frau zum Zeitpunkt ihres Verschwindens eine rote Jacke und eine orangene Jogginghose mit zwei weißen Streifen an den Seiten. Hierzu trug sie weiße Sportschuhe. Sie ist 156 cm groß, hat kurze graue Haare und ist von schlanker Gestalt.

Foto: Privat

Mittwoch, 15. Mai 2019 10:30 Uhr

Brakel (red). Am gestrigen Nachmittag, Dienstag, 14.05.2019, gegen 15:30 Uhr, hat eine 73-jährige Frau aus Brakel-Siddessen ihre Wohnanschrift verlassen und ist anschließend nicht zurückgekehrt. Da dies für die Frau ungewöhnlich ist, informierten Angehörige der Frau gegen 18:30 Uhr die Polizei. Durch die Polizei wurden bis in die Nachtstunden hinein umfangreiche Suchmaßnahmen durchgeführt. Hierzu wurden u.a. ein als Mantrailer ausgebildeter Suchhund und ein Hubschrauber der Polizei eingesetzt. Zurzeit finden weitere Suchmaßnahmen zur Auffindung der Frau im Raum Siddessen statt. Auch hier werden die Polizeikräfte vor Ort durch Suchhunde und einem Hubschrauber der Polizei unterstützt. Die vermisste Frau soll eine rote Jacke und eine schwarze Hose tragen. Sie ist 156 cm groß, hat kurze graue Haare und ist von schlanker Gestalt. Hinweise zum Aufenthaltsort der Vermissten nimmt die Polizei in Höxter, Tel. 05271-9620, entgegen.

Unsere Videothek
Politik
Donnerstag, 16. Mai 2019 11:02 Uhr
Haase: Baukindergeld erreicht junge Familien mit niedrigem Einkommen
Samstag, 11. Mai 2019 09:01 Uhr

Kreis Höxter (red). Im Jahr 2017 hatte es für den Wahlkreis Höxter-Lippe II die höchste Fördersumme seit Beginn der Städtebauförderung im Jahr 1971 gegeben. Auch 2018 erhielten die Kommunen im Kreis Höxter und im südlichen Teil Lippes wieder 2,87 Mio. Euro für die nachhaltige Stadtentwicklung. Zum „Tag der Städtebauförderung“ am 11. Mai 2019 erklärt der heimische CDU-Abgeordnete Christian Haase MdB: „Die Programme der Städtebauförderung zählen zu unseren wichtigsten Instrumenten, wie wir unsere Kommunen nachhaltig fördern können. Jeder ausgegebene Euro zieht sieben Euro Folgeinvestitionen von Land, Kommunen und privaten Investoren nach sich. Als Mitglied des Haushaltsauschusses setze ich mich dafür ein, dass die Städtebauförderung weiterhin den ländlichen Raum besonders berücksichtigt. Es ist unser Ziel, das lebendige Miteinander in Städten, Dörfern und Gemeinden zu erhalten und zu stärken. Daher begrüße ich den Beschluss des Deutschen Bundestages in dieser Woche, dass die Bundesregierung die Städtebauförderung mindestens auf dem derzeitigen Niveau fortführen soll.“

Im Kreis Höxter haben im letzten Jahr Brakel, Höxter, Steinheim und Warburg profitiert. Bis auf Steinheim kam die Förderung jeweils aus dem Teilprogramm Denkmalschutz West. Insgesamt flossen 2018 650.000 Euro in den Kreis Höxter. Zum fünfjährigen Jubiläum des Tags der Städtebauförderung werden in rund 750 Städten und Gemeinden verschiedene Veranstaltungen stattfinden, um die erfolgreiche Umsetzung der Städtebauförderung in den Städten und Gemeinden erlebbar zu machen. Der bundesweite Aktionstag stärkt die Bürgerbeteiligung, indem er die Städtebauförderung als ein erfolgreiches Instrument der Stadt- und Gebietsentwicklung stärker in die Öffentlichkeit bringt. In Höxter wird es wie im vergangenen Jahr kostenlose öffentliche Führungen durch das Welterbe Corvey geben, in denen das Förderprojekt Corvey mit den abgeschlossenen, den laufenden und den noch geplanten Baumaßnahmen vorgestellt wird.

Die Förderung im Detail:

  •  Brakel - Programm: Denkmalschutz West - Maßnahme: Historischer Stadtkern mit 387.000 €
  • Höxter - Programm: Denkmalschutz West - Maßnahme: Sanierung Innenstadt mit 149.000 €
  • Steinheim - Programm: Stadtumbau West - Maßnahme: Stadtkern Steinheim mit 68.000 €
  • Warburg - Programm: Denkmalschutz West - Maßnahme: Historischer Stadtkern mit 44.000 €
  • Ingesamt 648.000 €
Samstag, 11. Mai 2019 08:57 Uhr

Kreis Höxter (red). Der Wunsch nach eigenen vier Wänden ist groß – besonders bei jungen Familien. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert auch in diesem Jahr im Rahmen der sozialen Wohnraumförderung den Bau oder Erwerb und die Modernisierung einer eigengenutzten Immobilie mit zinsgünstigen Darlehen, auf die außerdem ein Tilgungsnachlass gewährt wird. Die Förderung ist möglich, wenn bestimmte Einkommensgrenzen eingehalten werden. „Wer privat ein Haus oder eine Eigentumswohnung bauen, erwerben oder modernisieren möchte, sollte zuvor die Chancen einer Förderung prüfen lassen“, ist die Empfehlung. Der Kreis Höxter bietet hierzu eine kostenlose Beratung an. Aber auch auf der Internetseite des Kreises Höxter www.kreis-hoexter.de unter der Dienstleistung „Wohnraumförderung“ sind Informationen und weiterführende Links zu den einzelnen Fördermöglichkeiten aufgeführt. 

Mit zinsgünstigen Darlehen unterstützt das Land Haushalte mit Kindern oder schwerbehinderte Menschen beim Bau oder Erwerb eines Eigenheims. Aber auch für die Modernisierung eines mindestens fünf Jahre alten Familienheims können Fördermittel beantragt werden. Eine vierköpfige Familie, die ein Einfamilienhaus bauen oder kaufen möchte, kann mit einem zinsgünstigen Landesdarlehen in Höhe von 90.000 Euro rechnen. Die Modernisierung eines Familienheims kann mit bis zu 100.000 Euro gefördert werden. Voraussetzung ist immer, dass die erforderlichen Einkommensgrenzen eingehalten werden. Das Land Nordrhein-Westfalen möchte aber auch den Mietwohnungsbau unterstützen und fördert daher den Bau oder die Modernisierung von Mietwohnungen mit zinsgünstigen Darlehen und Tilgungsnachlässen.

Wichtig ist, dass die Förderanträge für den Erwerb unbedingt zuerst beim Kreis gestellt werden, bevor ein Kaufvertrag abgeschlossen wird. Soll der Neubau oder die Modernisierung gefördert werden, darf mit den Baumaßnahmen erst nach der Bewilligung der Fördermittel begonnen werden. Für die Beratung stehen die Mitarbeiter aus dem Bereich Wohnungsbauförderung telefonisch unter der Nummer 05271 965 4143 oder 4141 oder nach Terminabsprache persönlich zur Verfügung.

Wirtschaft
Sonntag, 19. Mai 2019 09:30 Uhr
Wertschätzung und Anerkennung für „Alltagshelden“ in der Pflege -Neue Leitungskräfte im Helene-Schweitzer-Zentrum begrüßt und Mitarbeitenden geehrt
Donnerstag, 16. Mai 2019 11:00 Uhr

Kreis Höxter (red). Schlechtere Bezahlung, längere Arbeitszeiten, weniger Urlaub: Beschäftigte, die im Kreis Höxter in einem Unternehmen arbeiten, in dem kein Tarifvertrag gilt, sind im Job klar benachteiligt. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten hingewiesen. Nach Einschätzung der NGG hält sich mittlerweile ein Großteil der rund 3.500 Betriebe im Kreis nicht mehr an Tarifverträge. Das hat auch Folgen für die Unternehmen selbst, warnt Gewerkschafter Armin Wiese: „Tariflose Firmen haben in puncto Motivation und Produktivität der Mitarbeiter meist schlechtere Karten. Auch die Suche nach Fachkräften fällt ihnen schwerer“, so der Geschäftsführer der NGG Detmold-Paderborn mit Blick auf aktuelle Studien der Hans-Böckler-Stiftung. 

Wiese ruft die Firmen in der Region dazu auf, sich zur Sozialpartnerschaft und zur Mitbestimmung zu bekennen. „Gerade beim digitalen Wandel der Arbeitsplätze muss man die Belegschaften mitnehmen. Gewerkschaften und Betriebsräte sichern nicht nur Jobs. Sie helfen auch dabei, die Zukunft zu gestalten – von neuen Arbeitszeitmodellen bis hin zur Weiterbildung der Mitarbeiter.“

Nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) arbeiteten zuletzt 62 Prozent der Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen in einem Betrieb mit Tarifvertrag. In ganz Westdeutschland liegt die Quote bei 57 Prozent – im Jahr 2000 waren es noch 70 Prozent. Nach Beobachtung von Gewerkschafter Wiese greift die „Tarifflucht“ auch im Kreis Höxter um sich: „Immer mehr Betriebe versuchen, sich um Tarifverträge zu drücken. Damit setzen sie bewährte Standards aufs Spiel und bieten ein Einfallstor für Dumping-Konkurrenz.“ Besonders niedrig ist die Tarifbindung nach Angaben des IAB dabei in kleinen Firmen: Nur 26 Prozent der nordrhein-westfälischen Betriebe mit weniger als zehn Mitarbeitern halten sich aktuell an einen Tarifvertrag. In Unternehmen mit mehr als 200 Beschäftigten liegt die Quote hingegen bei 77 Prozent.

Um diesen Trend zu stoppen, macht sich die NGG insbesondere für Flächentarifverträge stark. Solche habe man etwa in Brauereien, in der Getränkeabfüllung und in der Nährmittel- und Süßwarenindustrie durchgesetzt. Zugleich sei die Politik gefordert. Landes- und Bundesregierung sollten sich für eine höhere Tarifbindung einsetzen: „Wer sich um die Zukunft der sozialen Marktwirtschaft sorgt, muss sich darum kümmern, dass die Tarifpartner gestärkt werden“, sagt Wiese. Unternehmen, die im Arbeitgeberverband seien, müssten dazu verpflichtet werden, sich an Tarifabschlüsse zu halten. Außerdem müsse es einfacher werden, Tarifverträge für ganze Branchen verpflichtend zu machen. Davon profitiere am Ende auch der Staat – durch höhere Einnahmen etwa bei der Renten-, Kranken- und Sozialversicherung. 

Allerdings ist die Zahl der Tarifverträge, die für alle Betriebe einer Branche per Gesetz gelten, zuletzt stark gesunken. Eine so genannte Allgemeinverbindlichkeit wurde im Jahr 2017 lediglich 25 Mal vom Bundesarbeitsministerium erteilt. Im Jahr 2000 waren es noch 133 Fälle. Das geht aus einer aktuellen Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken hervor (Bundestags-Drucksache 19/8626).

Foto: NGG

Donnerstag, 09. Mai 2019 09:50 Uhr

Höxter (TKu). Es wächst etwas am Räuschenberg – Die Asplepios-Weserberglandklink befindet sich bautechnisch gesehen auf der Zielgeraden: In etwa zehn Wochen wird voraussichtlich der Neubau der Asklepios Weserberglandklinik in Höxter fertiggestellt sein. Dann ist der Umzug der Verwaltung und der Abteilungen mit geriatrischem und neurologischem Angebot vom alten in den neuen Kliniktrakt geplant. Zur Zeit wird die neue Klinik auch innen ausgebaut, damit der Umzug im Juli oder August erfolgen kann. Der Abriss der alten Klinik (Altbau von 1939 und das Hochhaus von 1969) wird voraussichtlich im September starten.

Nach dem Abriss werden nur noch das 1997 fertiggestellte Seniorenheim „Weserblick“ und das gelbe Eingangsportal des Altbaus übrig bleiben. Es wird der letzte Frühling der WBK sein, wie sie die Höxteraner sie seit mehr als 50 Jahren kennen. Die Stadtoptik wird sich dadurch markant verändern, denn die Klinik war von vielen Punkten im Stadtgebiet gut zu sehen. Der Bauschutt des Gebäudes soll größtenteils nicht abgefahren werden sondern soll als Untergrund für einen begehbaren Hang dienen. Der Zeitplan halte sich wacker, weiß der WBK-Geschäftsführer Rüdiger Pfeifer zu berichten. Der fast fertiggestellte Neubau mit 180 Betten auf drei Etagen umfasst eine Größe von 14.500 Quadratmetern und kostet einschließlich des Klinikabrisses mehr als 25 Millionen Euro. Eine offizielle Eröffnung sei nach Fertigstellung der Arbeiten im Sommer 2020 geplant, kündigte Pfeifer an. Aus einem neuen Newsletter, den Höxter-News.de nun von der Geschäftsleitung erreicht hat, werden die Verbesserungen der Therapieangebote und der Leistungen der „neuen Weserberglandklinik“ näher erläutert.

Die Aufteilung in der neuen Klinik ist praktisch gedacht, es wird zukünftig kurze Wege von den Zimmern zu den Therapieräumen geben. An den Plänen für die Innengestaltung durften die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinik sogar selbst mitreden. Das fördere deren Motivation, sagte Pfeifer. Geplant sei auch ein hochmodernes „Brain-Labor“ und ein „Hand-Labor“ als Therapiebereich. Eine hochmoderne Ausstattung und neue Geräte wie beispielsweise der sogenannte „Lokomat“ in Kombination mit einer hochqualifizierten medizinisch-fachlichen Betreuung in wunderschöner landschaftlicher Lage werden dafür sorgen, dass sich die Patienten in der neuen Klinik wohlfühlen werden, berichtet der Geschäftsführer Rüdiger Pfeifer.

Der sogenannte „Lokomat“ ist einer der weltweit führenden Gangroboter für physiologisches Gangtraining für schwer betroffene Patienten, was aus dem Newsletter der Asklepios-Weserberglandklinik zu entnehmen ist. Energetisch wird das Gebäude der neuesten Technik entsprechen. Ein Blockheizkraftwerk sorgt dafür, das Strom und Wärme produziert und durch seine „Kraft-Wärme-Kopplung“ sinnvoll energetisch arbeitet. Im Gegensatz zur derzeitig genutzten Klinik, die von der einen zur anderen Seite etwa 400 Meter umfasst, werde hier sehr effizient geheizt, sagte der Geschäftsführer Rüdiger Pfeifer in einem Pressegespräch. Heute wie damals ist die Weserbergland-Klinik ein sehr fähiges Therapiezentrum, das überregional bekannt ist, wird in dem Newsletter mitgeteilt. Und so ist es wohl auch, wie sonst wäre eine Realisierung mit einem Investitionsvolumen von mehr als 25 Millionen Euro möglich.

Fotos: Thomas Kube und Michael Klören (Luftbild vom Flyer der WBK)

Sport
Freitag, 03. Mai 2019 08:23 Uhr
Nach großem Erfolg im vergangenen Jahr: Neuauflage des Weserbergland-Triathlons in Höxter
Dienstag, 23. April 2019 10:31 Uhr

Höxter (TKu). Laufen sei für das Betriebsklima gut, das jedenfalls behaupten die Initiatoren des sechsten Höxteraner Firmenlaufes, der am 13. September in Höxter an den Start geht. Anmeldungen für den Lauf, der vom Modehaus Klingemann initiiert und von der AOK-Nordwest und der Sparkasse Höxter unterstützt wird, sind ab sofort auch online möglich. Mitmachen können sowohl Firmen, wie auch Vereine.

Die Anmeldung erfolgt entweder im Team (3 Läufer pro Team) oder als Einzelsportler ab einem Alter von 15 Jahren. Der Rundkurs durch die Innenstadt erstreckt sich beim Firmenlauf erneut über etwa 1250 Meter und wird insgesamt vier Mal absolviert – die schnellsten Läufer schaffen die insgesamt fünf Kilometer erfahrungsgemäß in einer Zeit zwischen 15 und 20 Minuten. Im Ziel wird Verpflegung angeboten. Die Zeitmessung erfolgt wie gewohnt über einen Chip, mit dem jeder Läufer ausgestattet wird. Anschließend können durch diese Erfassung auch Urkunden im Internet ausgedruckt und Videos vom persönlichen Zieleinlauf heruntergeladen werden.

Als Preise winken sowohl Sachpreise wie auch Warengutscheine im Wert von mehr als 1000 Euro. Am Veranstaltungstag erhalten die Teilnehmer bereits ab 17 Uhr am Pavillon der AOK auf dem Marktplatz ihre Startnummer sowie den Chip für die elektronische Zeiterfassung. Gestartet wird wie in den Jahren zuvor auch vor der Dechanei in Höxter ab 18 Uhr. Mit dem Firmenlauf möchten die AOK Nord-West, das Mode- und Sporthaus Klingemann sowie die Sparkasse Höxter zu mehr Bewegung verhelfen und für eine gesunde Lebensweise werben. „Wer sich regelmäßig für eine halbe Stunde an der frischen Luft bewegt, der tut nicht nur etwas für Herz, die Muskeln und Gelenke, sondern kann auch den persönlichen Stresslevel nachweislich senken", erläutert AOK-Serviceregionsleiter Matthias Wehmhöner und stellt die Bedeutung von ausreichend Bewegung für ein gesundes Leben heraus.

Nach aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts seien heute 62 Prozent der Männer und 47 Prozent der Frauen übergewichtig. Fast jeder fünfte Erwachsene sei inzwischen adipös. Das liege vor allem daran, dass die Menschen mehr Energie aufnehmen als sie letzendlich verbrauchen und sich einfach zu wenig bewegen. Mehr Infos dazu gibt es auch im Internet unter: www.aok-firmenlauf.de

Foto: Thomas Kube

Mittwoch, 20. März 2019 10:38 Uhr

Steinheim (red). Der Reit- und Fahrverein Steinheim lädt erneut zu feinstem Pferdesport ein: Vom 29. bis 31. März findet das alljährliche Frühjahrsturnier statt. Auf dem Programm stehen Dressurprüfungen, in denen bis zur Klasse L geritten wird, sowie verschiedene Springprüfungen. Beim M*-Springen geht es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer um die Qualifikation zum Sparkassen-Cup. Ein besonderer Höhepunkt ist das M**-Springen mit Stechen am Sonntagabend gegen 17:30 Uhr, bei dem um den Preis der Vereinigten Volksbanken geritten wird. Besondere Jungpferdeprüfungen bieten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, ihre noch jungen und teilweise unerfahrenen Pferde an die Turnieratmosphäre zu gewöhnen. Außerdem findet am Freitag, den 29. März der finale Freispringwettbewerb statt. Der Reitverein blickt auf ein zufriedenstellendes Teilnehmerfeld und freut sich auf ein tolles Wochenende mit vielen pferdesportbegeisterten Zuschauern. Der Eintritt ist wie gewohnt frei und das „Bewirtungsteam“ des Vereins wird bestens für das leibliche Wohl sorgen.

Foto: Reit- und Fahrverein Steinheim

Panorama
Montag, 20. Mai 2019 09:51 Uhr
20. Mai ist Weltbienentag - "Weniger Wildbienen bedeuten weniger Ernten, weniger Singvögel, weniger Vielfalt. Diese Negativkette müssen wir durchbrechen, das liegt in unserem ureigenen Interesse."
Samstag, 18. Mai 2019 11:47 Uhr

NRW (red). 16.000 Tonnen Müll sind es im Jahr, die rechts und links von Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen und auf den Parkplätzen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Straßen.NRW-Meistereien und beauftragten Firmen eingesammelt werden. Eine Sisyphos-Arbeit, glaubt man den Männer und Frauen in der leuchtend orangenen Warnkleidung, die oft dicht neben der Fahrbahn mit der Müllzange unterwegs sind: "Wir säubern eine Fläche und kaum sind wir weg, fliegen die nächsten Flaschen und Tüten aus dem Fenster", ist Stefan Hübner, Kolonnenführer und seit 33 Jahren Straßenwärter der Autobahnmeisterei Lüdenscheid, genervt.

Tütenweise Hausmüll auf den Rastplätzen

Nicht nur den Straßenwärterinnen und Straßenwärter "stinkt" der Müll. Auch viele Verkehrsteilnehmer nervt der Dreck. Da raten Plakate am Straßenrand zur Pause, auch das Auto selbst meldet sich mit einer stilisierten Kaffeetasse und mahnt eine Rast an. Nur beim kurzen Stopp an einem Parkplatz ist sofort zu sehen: Es waren schon andere da und die haben ihren Müll einfach liegen gelassen. Der Ort für eine entspannte Pause sieht anders aus. "Gerade dort, wo es keine Bewirtschaftung gibt, bleibt vieles liegen", weiß Jens Kaminski, Betriebsdienstleiter der Straßen.NRW-Autobahnmeisterei Lüdenscheid. Sein Team fährt im wöchentlichen Rhythmus die Rastplätze an und säubert sie. Allerdings: Was die Straßen.NRW-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufsammeln, ist längst nicht nur Reisebedarf. Tütenweise stapelt sich der Hausmüll neben den bereitstehenden Abfalltonnen. Und auch auf den Wiesen zwischen den Parkbuchten und rings um die Sitzgelegenheiten finden sich die prall gefüllten Müllsäcke. "Oft wird es wohl im Vorbeifahren einfach aus dem LKW oder Auto geworfen."

Zwei Mal in der Woche leert eine Vertragsfirma die Müllbehälter auf den Parkplätzen. In den Ferien werden die Müllbehälter sogar dreimal wöchentlich geleert. Eine Grundreinigung steht eigentlich einmal im Jahr an. Doch das reicht vor allem in den Ballungsgebieten kaum aus. Denn das blaue Schild "Rastplatz bitte sauber halten" wird von zu vielen ignoriert.

Rentner sammelt am Radweg Müll ein

Was auf den Rastplätzen rücksichtslos in die Umwelt geworfen wird, ist schon ein großer Müllberg. Doch auch rechts und links der Straßen und Radwege sammeln sich Flaschen, Kaffeebecher und Verpackungen von Hamburger und Co. Willi Klauke gehört nicht zum Team von Straßen.NRW, ist aber dennoch vor allem im Frühjahr unterwegs, um die Natur vom Müll zu befreien. 15.000 Kilometer hat der Rentner in den vergangenen zwei Jahren mit dem Fahrrad zurückgelegt – überwiegend im Sauerland. Immer im Blick: der Müll in den Böschungen. In einer langen Mail an Straßen.NRW hat er aufgelistet, was er in nur drei Tagen zusammengesammelt hat: 120 Bierflaschen, 60 Wein-, Sekt- oder Schnapsflaschen, 90 PET-Flaschen, 200 Getränkedosen und jede Menge Flachmänner. Das war Februar 2018. In diesem Frühjahr war es ein Mehrfaches, was er aus den Gräben und Böschungen entfernte. Allein an einem Parkplatz kamen 62 Wein und Sektflaschen, dazu Flachmänner, Piccolofläschchen und drei Eimer sonstiger Müll zusammen. Mit dem Rad hat der Rentner das nicht mehr einsammeln können: Er kam ein zweites Mal mit dem Auto zum Müllentsorgen. 

Straßen.NRW-Direktorin appelliert an Verkehrsteilnehmer

Klauke appelliert in seinem Schreiben an den Straßenunterhaltungsdienst und wünscht sich mehr Aktivität. Ein Wunsch, der mit den vielfältigen Aufgaben der Straßen.NRW-Meistereien, allerdings kaum zu vereinbaren ist. Das bundesweit gültige Leistungsheft für die Arbeiten der Straßenunterhaltung sieht für "Leistung 4.21: Abfälle und Müllablagerungen entlang der Strecke einsammeln und entsorgen" den Turnus "1" vor. Das bedeutet, dass einmal pro Jahr gereinigt werden kann. "Auch wenn wir die Notwendigkeit sehen, häufiger zu reinigen, bleibt dafür kaum Spielraum", sagt die Direktorin von Straßen.NRW, Elfriede Sauerwein-Braksiek. Sie kann die Anliegen von Bürgern gut verstehen, allerdings "liegt unser Hauptaugenmerk auf der Verkehrssicherheit, da hat die Abfallbeseitigung nicht oberste Priorität." Die Chefin des Landesbetriebes und vor allem all die Straßenwärterinnen und Straßenwärter, die täglich auf der Strecke unterwegs sind, appellieren darum an alle Verkehrsteilnehmer, selbst Verantwortung zu übernehmen und Rastplatz und Straße ein wenig wie den eigenen Vorgarten zu behandeln. Und wer würde dort Kaffeebecher und Cola-Flasche entsorgen? 

Hintergrund

  • Speisereste im Müll stellen ein ganz besonderes Problem dar. Denn sie können zur Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest beitragen. Seit 2014 breitet sich diese hochansteckende Tierseuche nach Angaben des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in Europa aus. Fleisch oder Fleischerzeugnisse von infizierten Tieren können diese Krankheit übertragen. Reisende oder Fernfahrern sollten Speisereste deshalb an Tankstellen, Raststätten oder Autobahnparkplätzen nicht achtlos wegwerfen.
  • Jedes Jahr fallen rund 80.000 Personenstunden für das Einsammeln der Abfälle an. Das entspricht ungefähr 50 Vollarbeitskräften. Allerdings erledigt Straßen.NRW nicht alle Tätigkeiten im Zusammenhang mit Müll durch eigenes Personal. Zum Teil beauftragt der Landesbetrieb auch Fremdfirmen.
  • Pro Jahr kostet es knapp sieben Millionen Euro, diese "Fremdabfälle" zu entsorgen. Im Gegensatz zu den Kommunen kann Straßen.NRW diese Ausgaben nicht über Gebühren refinanzieren. Sie gehen damit vollständig zu Lasten anderer wichtiger Aufgaben.
  • Müll und Mähen passen nicht zusammen. Auch wenn in der Regel im Vorfeld der Grünpflege Müll eingesammelt wird, bleibt einiges im dichten Gras verborgen und wird vom Mäher geschreddert. Vor allem Plastikabfälle werden so zum Umweltproblem.

Foto: Straßen.NRW

Montag, 25. März 2019 08:25 Uhr

Bielefeld (red). Die Akademie der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) hat ihr Weiterbildungsprogramm Frühjahr/Sommer 2019 pünktlich zum Frühjahrsbeginn veröffentlicht. Die Broschüre bietet einen Überblick über rund 350 Weiterbildungsmaßnahmen für Fach- und Führungskräfte im kaufmännischen und gewerblich-technischen Bereich. Zusätzlich zu rund 40 neuen Themen werden auch wieder beliebte Zertifikatslehrgänge wie ‚Online-Markteting-Manager/-in (IHK)‘ oder ‚Fachkraft (IHK) für betriebliches Rechnungswesen‘ angeboten. Als besonderes Highlight im ersten Halbjahr bietet die IHK-Akademie Ostwestfalen am 16. Mai erstmalig den ‚IHKKongress Office Management‘ an: mit spannenden Workshops und vielfältigen Impulsen für die Kommunikations-Drehscheibe Sekretariat.

Weitere Programmbestandteile sind Lehrgänge und Seminare im IT-Bereich sowie die traditionellen Vorbereitungslehrgänge auf IHK-Fortbildungsprüfungen, beispielsweise zum/zur Industriemeister/-in, Handelsfachwirt/-in, oder Geprüfte/-n IT-Projektleiter/-in. Interessenten können die kostenlose Broschüre unter der Telefonnummer 0521 554-300 anfordern oder im Internet unter www.ihk-akademie.de herunterladen. Informationen zu weiteren Trägern, die auf eine IHK-Abschlussprüfung vorbereiten, sind unter www.wis.ihk.de im Internet abrufbar.

Foto: red

Mittwoch, 30. Januar 2019 08:31 Uhr

NRW (red). Das Risiko eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Nordrhein-Westfalen ist nach wie vor hoch. Daher fordert das Umweltministerium weiterhin zu einem achtsamen und aufmerksamen Verhalten auf. "Die Gefahr der Einschleppung ist nach wie vor hoch. Es ist sehr wichtig, dass sich alle so verantwortungsbewusst wie möglich verhalten, um einen Ausbruch hierzulande zu verhindern. Gleichzeitig müssen wir bestmöglich auf einen Ausbruchsfall vorbereitet sein", sagte Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann. Um im Falle eines Ausbruchs der ASP im Wildschweinbestand noch besser eingreifen zu können, hat das Umweltministerium jetzt einen Rahmenvertrag mit einem privaten Dienstleister, der Wildtierseuchen-Vorsorge-Gesellschaft mbH (WSVG), abgeschlossen. Sie soll im Ausbruchsfall die betroffenen Kommunen unmittelbar unterstützen und – bis auf die Entnahme der Wildschweine – vor Ort alle notwendigen Arbeiten erledigen. Dies umfasst etwa die Absperrung einer Kernzone sowie die intensive Suche nach verendeten Wildschweinen und deren Bergung. 

Gegründet wurde die WSVG vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband, dem Rheinischen Landwirtschaftsverband, der Landwirtschaftskammer NRW, dem Landesjagverband NRW sowie den Raiffeisengenossenschaften. Mit dem Rahmenvertrag steht den Kreisen und kreisfreien Städten des Landes nun ein weisungsgebundener Dienstleister zur Verfügung, der im Ausbruchsfall sofort handlungsfähig ist. "Mit dem Vertrag betreten wir Neuland. Weder in Deutschland noch in der EU kennen wir eine vergleichbare Struktur. Damit schaffen wir für ganz Nordrhein-Westfalen eine schlagkräftige, effektive und landesweit einheitliche Institution zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest", sagte Bottermann. Damit die Bejagung der Wildschweinebestände durch die Jägerschaft weiterhin intensiv erfolgt, baut das Land Hürden ab und übernimmt auch im Jahr 2019 die Untersuchungskosten auf Trichinen für in Nordrhein-Westfalen erlegte Wildschweine. Darauf wies Umweltministerin Ursula Heinen-Esser heute erneut im Rahmen ihres Besuchs der Jagdmesse Jagd und Hund in Dortmund hin. Dafür wurden bis zu 600.000 Euro in den Haushalt eingestellt. "Dieses Geld ist gut investiert", so Dr. Bottermann. "Denn damit wird erreicht, dass das Fleisch von Wildschweinen sicher ist und dass durch eine Reduktion der Wildschweinebestände die Gefahr einer Ausbreitung der ASP verringert wird."

Bei aller Vorsorge für einen Ausbruchsfall – primäres Ziel ist und bleibt es, einen Ausbruch durch umsichtiges Verhalten zu verhindern. So kann der Erreger vor allem Nahrungsmittel, wie zum Beispiel ein achtlos entsorgtes Wurstbrot aber auch über Kleidung oder Autoreifen übertragen werden. Insbesondere Jägerinnen und Jäger, Försterinnen und Förster, Reisende, Fernfahrende, Waldbesuchende sowie vor allem auch Tierhalterinnen und Tierhalter sind dazu aufgerufen, von Jagdreisen in aktuelle Ausbruchsgebiete abzusehen, keine Lebensmittelreste in für Wildschweine zugängliche Mülleimer zu entsorgen sowie Biosicherheitsmaßnahmen in den Schweine haltenden Betrieben strikt einzuhalten.

Eine von Umweltministerin Ursula Heinen-Esser einberufene Sonder-Arbeitsgruppe tagt regelmäßig, um die aktuelle ASP-Lage fortlaufend zu bewerten und Maßnahmen abzustimmen. Die Vorsorgemaßnahmen zur Verhinderung eines Ausbruchs und Vorbereitungsmaßnahmen auf einen möglichen Ausbruch in Nordrhein-Westfalen wurden forciert. Unter Vorsitz Nordrhein-Westfalens hatten Bund und Länder im Rahmen der Agrarministerkonferenz ein koordiniertes Vorgehen vereinbart. Inzwischen sind Änderungen von Bundesgesetzen in Kraft treten, die es beispielsweise ermöglichen, Gebiete abzusperren, Personen- und Fahrzeugverkehr einzuschränken und vermehrte Fallwildsuche anzuordnen.

Samstag, 12. Januar 2019 08:39 Uhr

Bielefeld (red). Wer überlegt, seinen Studiengang zu wechseln oder sein Studium abzubrechen, bleibt an den Hochschulen in Ostwestfalen-Lippe nicht allein: Im Rahmen eines Verbundprojektes laden die FH Bielefeld, die Hochschule OWL sowie die Universitäten Bielefeld und Paderborn am 15. Januar 2019 zu parallelen Info-Nachmittagen ein.

Im Rahmen des Verbundprojekts „Campus OWL – Chancen bei Studienzweifel und Studienausstieg“ der Fachhochschule Bielefeld, der Hochschule Ostwestfalen-Lippe sowie der Universitäten Bielefeld und Paderborn findet am Dienstag, dem 15. Januar 2019 von 16 bis 19 Uhr an allen Hochschulen zeitgleich ein Abend der Beratung bei Studienzweifel und Studienausstieg statt.

Die Studienberatungen und Career Services der Hochschulen kooperieren dabei mit den Agenturen für Arbeit Bielefeld, Paderborn und Detmold, den Industrie- und Handelskammern Ostwestfalen zu Bielefeld und Lippe zu Detmold, der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe oder Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe, und weiteren Akteuren. Angesprochen sind Studierende der vier Hochschulen, die an ihrem Studium oder Studiengang zweifeln oder bereits über einen Studienabbruch nachdenken. 

Da die Gründe, die einem Studienzweifel zugrunde liegen, häufig sehr vielfältig sind, kommen die Angebote auch aus verschiedenen Bereichen: Die Info-Veranstaltungen beantworten Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven und zeigen eine Vielfalt von Lösungen und Alternativen auf. So werden neben unterstützenden Angeboten im Studium und den Möglichkeiten eine Fach- oder Hochschulwechsels, auch die Möglichkeiten eines Ausstiegs bzw. Umstiegs in die Berufsausbildung thematisiert. Ziel des Angebotes ist es, in einer scheinbar festgefahrenen Situation verschiedene Lösungswege zu entdecken.

Die Universität und Fachhochschule in Bielefeld führen die Veranstaltung gemeinsam auf dem Campus der Fachhochschule durch, in der Universität Paderborn findet sie in der Zentralen Studienberatung statt und die Hochschule Ostwestfalen-Lippe lädt auf den Innovation Campus Lemgo ein.

Die Veranstaltungen sind an die jeweiligen Angebote der Partner des Projektes „Campus OWL – Chancen bei Studienzweifel und Studienausstieg“ vor Ort angepasst.

 

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